Unterirdische Wasserbecken könnten in Zukunft als effiziente Energiespeicher dienen. Durch Aquifer Thermal Energy Storage (ATES) können fossile Brennstoffe reduziert und erneuerbare Energien besser genutzt werden.
In einer energieeffizienten Zukunft können Wohnungen durch Pumpen aus riesigen unterirdischen Wasserbecken geheizt und gekühlt werden. Eine kürzlich in Applied Energy veröffentlichte Studie untersucht, wie unterirdische Grundwasserleiter die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern und als Energiespeicher für erneuerbare Quellen dienen könnten.
Die Technologie, bekannt als Aquifer Thermal Energy Storage (ATES), nutzt Wasser in unterirdischen Grundwasserleitern, um Häuser zu heizen und zu kühlen. Im Winter wird warmes Wasser zur Heizung genutzt, im Sommer dient es zur Kühlung.
Eine neue Studie am Lawrence Berkeley National Laboratory zeigt, dass ATES überschüssige Energie aus erneuerbaren Quellen speichern kann. Laut Peter Nico, einem Biogeochemiker am Berkeley Lab, bietet der Boden innovative Möglichkeiten zur Energiespeicherung.
Ein Modell in Chicago mit 60 Häusern zeigte, dass ATES den fossilen Brennstoffverbrauch um bis zu 40 % senken kann. Zudem verbessert es die Widerstandsfähigkeit des Netzes gegen Hitzewellen, da es weniger Energie benötigt als herkömmliche Klimaanlagen.
Obwohl ATES vielversprechend ist, gibt es Herausforderungen. Die Einrichtung erfordert Zugang zu geeigneten Grundwasserleitern und ist bis zu 20 % teurer als andere Speichertechnologien. Dennoch sehen Forscher großes Potenzial in Regionen wie den Niederlanden, Deutschland und Spanien.
Die Weiterentwicklung der Technologie könnte die Kosten senken und die Verbreitung von ATES fördern. Peter Nico betont, dass die Senkung der Investitionskosten entscheidend für die Kosteneffizienz ist.