AVM hat die Labor-Version FritzOS 8.40 für zahlreiche Fritz!Box-Modelle und Repeater veröffentlicht. Das Update dient als Testplattform für das bevorstehende Hauptrelease FritzOS 8.50 und ermöglicht Router-Besitzerinnen und -Besitzern einen frühen Einblick in neue Netzwerk- und Smart-Home-Standards. Gleichzeitig müssen Nutzer die möglichen Stabilitätsrisiken gegen die zusätzlichen Funktionen abwägen.

Hintergrund zur Versionsnummer - Labor 8.40 als Vorstufe zu FritzOS 8.50

Die interne Beta-Bezeichnung FritzOS 8.40 ist Teil des Entwicklungszyklus, der im Jahr 2026 zum finalen Release FritzOS 8.50 führen soll. Laut AVM (2026) fungiert die Labor-Zweig-Version als Testplattform, bevor die Spitzenmodelle wie die FRITZ!Box 5690 Pro das finale Firmware-Update erhalten.

Der Übergang von 8.40 zu 8.50 erklärt häufig vorhandene Verwirrungen im Versionsschema und gibt Aufschluss darüber, wann ein stabiler Rollout für alle unterstützten Geräte zu erwarten ist.

Netzwerkweiter Schutz durch integrierte DNS-Filterlisten

Ein zentrales Neuland der Labor-Version ist der netzwerkweite DNS-Blocker. Der Filter blockiert unerwünschte Werbe-, Phishing- und Tracking-Domains nach RFC-Standards direkt auf Router-Ebene. Damit sind auch Geräte wie Smart-TVs und IoT-Geräte geschützt, auf denen herkömmliche Browser-Erweiterungen nicht installiert werden können (inside digital 2026).

  • Konfigurationspfad: fritz.box > Heimnetz > Netzwerk > Netzwerkeinstellungen > DNS-Filter
  • Manuelle Eingabe oder periodische Aktualisierung gängiger Blocklisten möglich
  • Durch das Blocken auf DNS-Ebene wird jede Anfrage nach einer gelisteten Domain sofort abgewiesen

Risiko Overblocking: Da ganze Domains pauschal geblockt werden, können legitime Dienste fälschlicherweise gesperrt werden, und In-Stream-Werbung (z. B. YouTube) bleibt unverändert (inside digital 2026).

Verbesserte QoS- und Videokonferenz-Priorisierung

FritzOS 8.40 erkennt Echtzeit-Kommunikation wie Videokonferenzen automatisch und priorisiert diese sowohl im Up- als auch im Downstream. Die Priorisierung ist im UI für bis zu 24 Stunden nachvollziehbar (Quelle S1).

Damit erhalten Nutzerinnen und Nutzer eine stabilere Internetverbindung für berufliche Online-Meetings, ohne manuelle QoS-Einstellungen vornehmen zu müssen.

Smart-Home-Ausbau: Matter-Bridge, Überlastabschaltung und erweiterte Routinen

Die Labor-Version erweitert die Smart-Home-Funktionalität auf mehreren Ebenen:

  • Eine Matter-Bridge wird für ausgewählte Router, z. B. die FRITZ!Box 5690 Pro, freigeschaltet. Damit lassen sich DECT- und Zigbee-Geräte nahtlos in Apple Home, Google Home und Amazon Alexa einbinden (ifun.de 2026).
  • Die Steckdosen FRITZ!Smart Energy 200 und 210 erhalten eine konfigurierbare Überlastabschaltung, die bei Erreichen definierter Watt- bzw. Ampere-Grenzwerte das Gerät automatisch abschaltet (Info 1).
  • Smart-Home-Routinen unterstützen jetzt mehrere Auslöser, was komplexere Automatisierungen ermöglicht.

Vereinfachter Telefonie-Modus und SOS-Funktion im Fritz!Fon

FritzOS 8.40 führt für das Fritz!Fon einen vereinfachten Telefonie-Modus ein, der insbesondere für ältere Menschen oder Personen mit körperlichen Einschränkungen die Bedienung erleichtert. Zusätzlich können bis zu vier Notruf-Nummern im SOS-Modus hinterlegt werden, die im Ernstfall nacheinander kontaktiert werden (Statistik S1).

Unterstützte Fritzbox-Modelle und Repeater für das Labor-Update

Die Labor-Version steht für eine breite Palette an Fritz!Box- und Repeater-Modellen bereit. Nach Angaben von t3n (2026) können folgende Geräte das Update herunterladen:

  • Fritzbox 4050, 4630, 4690, 5590 Fiber, 5690 Pro, 5690 XGS, 6660, 6670, 6850 5G, 6850 5G V2, 6850 4G, 6850 LTE, 6690, 6690 Pro, 7510, 7530 AX, 7590 AX, 7590, 7620, 7630, 7690
  • Fritz-Repeater 6000, 3000 AX, 1200 AX
  • Fritz-Mesh-Set 1600

Interessierte Nutzerinnen und Nutzer können das Update manuell von der AVM-Webseite herunterladen und über den Menüpunkt System > Update > FRITZ!OS-Version installieren.

Einfacher Downgrade-Pfad zurück zum stabilen FritzOS

Falls während des Tests Stabilitätsprobleme auftreten, bietet AVM einen unkomplizierten Rollback-Mechanismus. Durch einen Klick auf den vorherigen Release im Menü System > Update > FRITZ!OS-Version können Nutzerinnen und Nutzer ohne Datenverlust oder Zwangs-Werkseinstellung zur offiziellen Firmware zurückkehren - vorausgesetzt, ein Konfigurations-Backup wurde vorher angelegt.

Risiken und Gegenmaßnahmen bei der Labor-Version

Obwohl die neuen Funktionen attraktiv sind, gibt es dokumentierte Risiken:

  • Overblocking durch die DNS-Filterlisten kann legitime Dienste blockieren (inside digital 2026).
  • Instabilität von DECT-Verbindungen und mögliche Router-Neustarts wurden in früheren Labor-Builds beobachtet (BornCity 2026).

AVM empfiehlt, vor dem Update ein vollständiges Konfigurations-Backup zu erstellen und bei kritischen Einsätzen ggf. auf das finale Release von FritzOS 8.40 zu warten.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wann erscheint die finale Version für alle Nutzer?AVM nutzt die Labor-Versionen 8.40 zur Vorbereitung auf das finale FRITZ!OS 8.50; der reguläre Rollout erfolgt schrittweise nach erfolgreichem Abschluss der Beta-Tests für die einzelnen Hardware-Plattformen.Wie kann ich von der Labor-Version wieder zur stabilen Firmware zurückkehren?In der Benutzeroberfläche fritz.box lässt sich unter System > Update > FRITZ!OS-Version mit einem Klick auf die vorherige offizielle Release-Version zurückwechseln.Welche Geräte profitieren vom neuen DNS-Werbeblocker?Der Filter wirkt auf alle Geräte im Heim- und Gastnetz, die ihre DNS-Einstellungen automatisch über die FRITZ!Box beziehen - darunter Spielkonsolen und Smart-TVs.

Fazit

FritzOS 8.40 liefert als Labor-Release einen umfassenden Vorgeschmack auf das kommende Hauptupdate FritzOS 8.50. Die neuen Netzwerk- und Smart-Home-Funktionen - DNS-Filter, automatisierte Videokonferenz-Priorisierung, Matter-Bridge und erweiterte Steckdosen-Sicherheitsmechanismen - bieten deutlich mehr Kontrolle und Komfort. Gleichzeitig erfordert die Nutzung einer Beta-Firmware ein bewusstes Risiko-Management: Overblocking, mögliche DECT-Instabilitäten und unerwartete Neustarts können auftreten. Durch die klar dokumentierten Downgrade-Optionen und das empfohlene Anlegen von Backups können Nutzerinnen und Nutzer jedoch sicher experimentieren und wertvolle Rückmeldungen an AVM geben, um das finale Release zu optimieren.