Apple hat im Oktober 2026 das achte iPad Mini vorgestellt - das bislang kleinste Tablet des Unternehmens bekommt ein vollständig neues Design, ein 8,5-Zoll-OLED-Panel, den ersten IP67-Wasserschutz in der iPad-Reihe und einen A20 Pro-Prozessor, der je nach Speicheroption unterschiedlich ausgestaltet ist. Alle Änderungen zielen darauf ab, das Mini-Tablet für leistungsintensive KI-Anwendungen, robuste Outdoor-Nutzung und ein noch kompakteres Nutzererlebnis zu rüsten.

Dünnes Gehäuse und neues OLED-Display

Das neue iPad Mini ist mit einer Gehäusedicke von nur 5,4 mm dünner als das Vorgängermodell (6,3 mm). Trotz der reduzierten Bauhöhe von 195,3 mm und Breite von 132,6 mm wächst das Display von 8,3 Zoll auf 8,5 Zoll. Der Wechsel von einem LCD- zu einem Super-Retina-XDR-OLED-Panel bringt sattere Kontraste und kräftigere Farben. Das Panel bleibt laminiert, das heißt, es gibt keinen Hohlraum zwischen Glas und Display.

Die Displayränder wurden um 24 % verkleinert, was das größere Sichtfeld bei gleichbleibender Gehäusegröße ermöglicht. Durch das reduzierte Gewicht von 255 g (Wi-Fi-Modell) - eine Reduktion von rund 13 % gegenüber den 293 g des Vorgängers - bleibt das Mini trotz der Bildschirmvergrößerung leicht und handlich.

HDR-Helligkeit und Bildwiederholrate

  • HDR-Spitzenhelligkeit: 1.200 Nits (gegenüber 600 Nits im Vollbild-SDR-Modus)
  • Bildwiederholfrequenz: 60 Hz (keine ProMotion-Unterstützung)

Apple betont die bis zu 1.200 Nits HDR-Spitzenhelligkeit als deutlichen Fortschritt, während die Bildwiederholrate bei 60 Hz bleibt - ein bewusstes Design-Entscheidung, die trotz OLED-Panel das flüssige Scrollen, das bei Pro-Modellen mit 120 Hz üblich ist, nicht erreicht.

IP67-Zertifizierung und Acoustic Display

Ein Novum in Apples Tablet-Portfolio ist die offizielle IP67-Zertifizierung nach IEC-Norm 60529. Das Gerät ist gegen zeitweiliges Untertauchen bis zu 1 Meter Tiefe für 30 Minuten geschützt - sowohl gegen Wasser als auch gegen Staub. Der Schutz wird durch eine fast lückenlose Versiegelung des Gehäuses ermöglicht.

Ein zentrales Element der Versiegelung ist das sogenannte Acoustic Display. Statt klassischer Lautsprecheröffnungen nutzt das System vordere Hoch- und Tieftöner, die über Vibrationen des Displays Klang erzeugen. Dadurch entfallen herkömmliche Öffnungen, die sonst potenzielle Eintrittspunkte für Flüssigkeit oder Staub darstellen würden.

A20 Pro-Prozessor: Binning nach Speichergröße

Alle Modelle erhalten den A20 Pro-Chip, jedoch variiert die interne CPU- und Neural-Engine-Konfiguration je nach Speicheroption:

  • 128 GB / 256 GB-Modelle: 5-Kern-CPU (2 Performance- und 3 Effizienzkerne) sowie eine 16-Kern-Neural-Engine.
  • 512 GB-Modell: Voll-Ausbau mit 6-Kern-CPU (2 Performance- und 4 Effizienzkerne) und einer Dual-16-Core-Neural-Engine (insgesamt 32 Kerne) für beschleunigte lokale KI-Modelle.

Apple gibt an, dass der A20 Pro bis zu 4,5-mal höhere KI-Performance gegenüber dem vorherigen iPad Mini bietet. Die Grafikleistung soll laut Apple 2,7-mal schneller sein. Dies unterstützt die Nutzung von Apple Intelligence und lokalen KI-Anwendungen.

Weitere technische Highlights

  • Wi-Fi-Modell mit N1-Chip für Wi-Fi 7 und Bluetooth 6.
  • Mobilfunk-Variante nutzt das C2-Modem, das ebenfalls im iPhone 18 Pro verbaut ist.
  • 12-Megapixel-Front- und Rückkamera mit Center-Stage-Funktion.
  • Unterstützung für Apple Pencil (USB-C-Version 89 €) und Apple Pencil Pro (149 €).
  • iPadOS 27.2 bringt den Modus "erweitertes Display" für Multitasking auf externen Monitoren.

Preise, Speicheroptionen und Vorbestellung

Der Einstiegspreis für das Wi-Fi-Modell mit 128 GB liegt bei 749 € (Deutschland). Die Cellular-Variante kostet 919 €. Im Vergleich zum Vorgängermodell bedeutet das einen Preisanstieg von 70 €. Alle Varianten sind in Weiß und Schwarz erhältlich; zusätzlicher Aufpreis gilt für die Nanotexturglas-Oberfläche.

Die Vorbestellung startet am 28. Oktober 2026 um 18:10 Uhr, die reguläre Verfügbarkeit beginnt am 6. November 2026**.

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Unterstützt das neue iPad Mini 120-Hz-ProMotion?Nein. Trotz OLED-Panel bleibt die Bildwiederholrate bei 60 Hz.Ist das iPad Mini wirklich wasserdicht?Ja, es ist nach IP67 zertifiziert und hält ein Eintauchen bis zu 1 m Tiefe für 30 Minuten stand. Die Apple-Garantie deckt jedoch keine Wasserschäden.Welche Unterschiede gibt es beim A20-Pro-Prozessor zwischen den Speicher-Varianten?Modelle mit 128 GB/256 GB besitzen 5 CPU-Kerne und 16-Kern-Neural-Engine. Das 512-GB-Modell bietet 6 CPU-Kerne und eine Dual-16-Core-Neural-Engine (32 Kerne).

Fazit

Das iPad Mini der 8. Generation stellt ein umfassendes Upgrade dar: Das extrem dünne 5,4 mm Gehäuse, das größere 8,5-Zoll-OLED-Display und die IP67-Zertifizierung erweitern die Einsatzmöglichkeiten deutlich, besonders im Outdoor- und Bildungsbereich. Der A20 Pro-Chip liefert, abhängig von der Speichergröße, bis zu 4,5-mal höhere KI-Performance, doch Käufer der günstigeren Varianten erhalten eine abgespeckte CPU-Konfiguration. Die Entscheidung, die Bildwiederholrate bei 60 Hz zu belassen, sorgt für gemischte Reaktionen, während der Preis von 749 € (plus 70 € gegenüber dem Vorgänger) das Mini-Tablet im oberen Preissegment positioniert. Insgesamt bietet Apple damit das bislang kompakteste, robusteste und KI-fähigste iPad-Modell, das jedoch weiterhin in einigen Bereichen - vor allem bei der Bildwiederholrate - hinter den Pro-Varianten zurückbleibt.