WhatsApp plant mit „Kanälen“ eine neue Möglichkeit, Updates von Personen und Organisationen zu abonnieren. Die Funktion erinnert an Telegrams Broadcast-Ansatz und soll im Bereich „Updates“ erscheinen. Hier sind die wichtigsten Details zu Funktionsweise, Datenschutz und Rollout.

Um mit Telegram zu konkurrieren, wird das zu Meta gehörende WhatsApp mit einem kommenden Update eine neue Funktion namens „Kanäle“ einführen. Ähnlich wie bei Instagram sollen Kanäle eine Möglichkeit bieten, Nutzerinnen und Nutzern Informationen bereitzustellen.

WhatsApp-Kanäle: Demnächst verfügbar

Laut einem Bericht von WABetaInfo werden WhatsApp-Kanäle in der iOS-Beta (Version 23.8.0.75) getestet. Über Kanäle können Sie wichtige Informationen von Personen oder Quellen erhalten, die Sie abonniert haben - ein typisches „One-to-Many“-Format (eine Quelle sendet, viele empfangen).

Berichten zufolge will WhatsApp den Bereich „Status“ in „Updates“ umbenennen und dort „Kanäle“ integrieren. Zuvor wurde zudem eine Newsletter-Funktion getestet, die denselben Zweck erfüllt - offenbar wird dieses Konzept nun als „Kanäle“ umgesetzt.

WhatsApp-Kanäle (Symbolbild)
WhatsApp erweitert seine Update-Funktionen um Kanäle.

Datenschutz und Verschlüsselung

Wichtig: Kanäle sind aufgrund ihres „One-to-Many“-Charakters nicht Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Gleichzeitig soll der Datenschutz im Fokus bleiben: Persönliche Informationen wie Telefonnummern sollen in abonnierten Kanälen nicht sichtbar sein.

Außerdem betont WhatsApp, dass Nutzer die Kontrolle über Auswahl und Privatsphäre behalten: Sie entscheiden selbst, welchen Kanälen sie beitreten. Normale Eins-zu-eins-Chats bleiben weiterhin wie gewohnt Ende-zu-Ende-verschlüsselt.

Verfügbarkeit und Rollout

Die Funktion befindet sich noch in der Entwicklung und soll zunächst für Android- und iOS-Beta-Nutzer ausgerollt werden. Ein stabiler, öffentlicher Rollout wird in absehbarer Zeit erwartet.