Fortnite bringt Millionen Spieler zusammen - darunter viele Kinder und Jugendliche. Eine Einigung zwischen der US-Verbraucherschutzbehörde FTC und Epic Games soll den Schutz der Privatsphäre verbessern. Hier erfährst du, worum es ging und was Eltern vor dem Spielen prüfen sollten.
Von: Debarshi
Veröffentlicht am: 31. Dezember 2022
Die US-Verbraucherschutzbehörde FTC hat mit Epic Games eine Einigung über den Umgang mit der Privatsphäre von Kindern und Jugendlichen erzielt, die Fortnite spielen.
In Fortnite werden Spieler häufig automatisch mit anderen zusammengebracht, um gegeneinander anzutreten, bis nur noch ein Spieler oder Team übrig ist. Unter den Hunderten Millionen Spielern sind auch viele Kinder und Teenager - ebenso wie Erwachsene.
Laut FTC lag das Problem in den Standardeinstellungen: Sprach- und Text-Chat waren automatisch aktiviert und das Deaktivieren war nicht einfach. Dadurch wurden Stimmen und Nachrichten der Spieler - einschließlich Kinder und Teenager - automatisch an Freunde und auch an Fremde übertragen. Zusätzlich war der Anzeigename standardmäßig öffentlich sichtbar, sodass Fremde anhand dieses Namens Freundschaftsanfragen senden konnten. Das ermöglichte erneute Spielkontakte und potenziell auch Gespräche und Chats. Nach Angaben der FTC führte dies dazu, dass Kinder über Fortnite gemobbt, bedroht und belästigt wurden, teils auch sexuell.
Außerdem habe Epic über einen Zeitraum von zwei Jahren nicht die Zustimmung der Eltern eingeholt, bevor Informationen von Kindern unter 13 Jahren gesammelt wurden - ein Punkt, der nach dem Children’s Online Privacy and Protection Act (COPPA) erforderlich ist.
Zur Beilegung der Vorwürfe stimmte Epic zu, die Standardeinstellungen für Kinder und Jugendliche von öffentlich auf privat umzustellen. Damit sollen offene Sprach- und Text-Chats standardmäßig blockiert werden. Darüber hinaus will Epic ein Datenschutzprogramm einführen und eine Strafe in Höhe von 275 Millionen US-Dollar an das US-Finanzministerium zahlen.
Tipps für Eltern: Das sollten Sie vor dem Start prüfen
Bevor Ihre Kinder oder Teenager mit dem Spielen beginnen, helfen diese Punkte:
- Benutzernamen können öffentlich sein: Sprechen Sie über sichere Anzeigenamen. Gute Benutzernamen enthalten nicht den echten Namen oder andere persönliche Details.
- Datenschutzeinstellungen im Spiel prüfen: Kontrollieren Sie die Privatsphäre-Optionen. Wenn Einstellungen schwer zu finden oder zu ändern sind, kann das gemeldet werden.
Wenn Sie den Eindruck haben, dass ein Unternehmen Regeln zur Privatsphäre von Kindern oder Teenagern verletzt, kann dies bei der FTC gemeldet werden (z. B. über ReportFraud.ftc.gov).