Microsoft und Sony haben eine überraschende Vereinbarung geschlossen, um Call of Duty auf PlayStation zu behalten, nachdem die Activision Blizzard-Übernahme abgeschlossen ist.
Microsoft und Sony haben sich endlich auf eine Vereinbarung geeinigt, um Call of Duty auf PlayStation zu behalten, sobald die Fusion mit Activision Blizzard abgeschlossen ist. Diese unerwartete Vereinbarung folgt auf monatelange Auseinandersetzungen zwischen den beiden Unternehmen und deutet darauf hin, dass die Übernahme nahezu unvermeidlich ist.
Phil Spencer, CEO von Microsoft Gaming, verkündete am 16. Juli auf Twitter: „Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass Microsoft und PlayStation eine verbindliche Vereinbarung getroffen haben, um Call of Duty nach der Übernahme von Activision Blizzard auf PlayStation zu behalten. Wir freuen uns auf eine Zukunft, in der Spieler weltweit mehr Möglichkeiten haben, ihre Lieblingsspiele zu spielen.“
Die Details der Vereinbarung sind noch unklar. In der Vergangenheit hat Sony Activision für spezielle Vorteile im Zusammenhang mit Call of Duty bezahlt, einschließlich zeitlich begrenzter exklusiver Inhalte und besonderer Marketingrechte. Während der jüngsten gerichtlichen Auseinandersetzungen über den Deal wurde bekannt, dass Activision seine Partnerschaft mit Sony genutzt hatte, um bessere Provisionssätze für das Franchise auf Xbox auszuhandeln.
Sony hatte die geplante Übernahme des Publishers durch Microsoft in Europa, Großbritannien und den USA energisch angefochten, entschied sich jedoch nach der jüngsten Niederlage der Federal Trade Commission, den Deal zu blockieren, für eine Einigung. Jim Ryan, CEO von Sony Interactive Entertainment, hatte in der Vergangenheit betont, dass es sein Hauptziel war, den Deal zu verhindern.
Sonys aktueller Vertrag mit Activision lief ursprünglich nicht vor 2025 aus, und die neue Vereinbarung dürfte zumindest für die verbleibende Lebensdauer der PS5 gelten. Microsoft hat stets betont, dass es nicht in seinem finanziellen Interesse liegt, die Serie exklusiv zu machen, da die Spiele auf der Konkurrenzplattform hohe Umsätze generieren.
Microsoft lehnte eine Stellungnahme ab, und Sony reagierte nicht sofort.